Ziel des Vorhabens war es, belastbare Aussagen zum Rückhaltevermögen unterschiedlicher Gründachsysteme zu erarbeiten. Acht kommerziell erhältliche Gründächer verschiedener Systemaufbauten wurden ausgewählt, die mit Hilfe einer Beregnungsanlage variierenden Niederschlagsbelastungen ausgesetzt wurden. Dabei wurden verschiedene Substratstärken, verschiedenartige Dränage-Elemente und unterschiedlicher Vegetationen berücksichtigt. Spezifische Eigenschaften der verwendeten Substrate, wie Speicherkapazität, Porenvolumen etc. wurden so einer genaueren Betrachtung unterzogen. Ergänzend wurde ein Kiesdach und ein konventionelles Bitumendach errichtet. Der Einsatz einer speziellen Sensorik ermöglicht den direkten exakten Vergleich des Retentionsverhaltens der Dachaufbauten.
Auf Grundlage der erhaltenen Daten ist es möglich, Gründachaufbauten für den praktischen Einsatz zu optimieren. Betreiber von Entwässerungssystemen können somit in die Lage versetzt werden, den Einsatz von Gründächern genauer zu prüfen, um ihnen ggf. gegenüber flächenintensiven und teuren Maßnahmen wie z.B. geschlossenen Rückhalteanlagen den Vorzug zu geben. Die Projektergebnisse liefern zudem eine fundierte Grundlage, um Einsparpotenziale bei der Dimensionierung von Kanalisationen aufzuzeigen und Gründächer als Alternative oder Ergänzung bewerten zu können.
Begleitend wurden Informations- und Beratungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen erstellt.
Unter Leitung des BDZ e.V. bearbeiteten das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt die Leipziger Wasserwerke, die Stadtentwässerung Dresden, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).