Projektförderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kooperationspartner:

  • BDZ
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ)
  • Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik (FhAST)
  • Universität Kassel
  • Bauhaus-Universität Weimar
  • p2mberlin GmbH
  • Bergmann Clean Abwassertechnik AG
  • terrestris GmbH & Co. KG
  • Seeconsult GmbH
  • Passavant-Roediger GmbH

Standort

Rio de Janeiro

Laufzeit

01.08.2013 bis 31.12.2015

Zielsetzung des Vorhabens

Ziel des „MoMo II“-Projektes ist die Entwicklung und Implementierung eines auf die nachhaltige Nutzung ausgerichteten integrierten Wasserressourcen-Management (IWRM) in der Mongolei als Modellregion für Zentralasien. Die bereits erarbeitenden bzw. noch zu entwickelnden Maßnahmen sollen:

 

  • dem Schutz von Wasserressourcen und Erhalt gewässerökologischer Funktionen dienen;
  • die Grundlage für eine nachhaltige Gewährleistung der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung bilden;
  • einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der lokalen Bevölkerung leisten.

Arbeitsschritte und angewandte Methoden

Die Mongolei steht – wie andere Länder in Zentralasien – bei der Sicherung ihrer Süßwasseressourcen vor großen Herausforderungen. Klimawandel, demographischer Wandel, großflächige Landnutzungsänderungen, Verschmutzungen aus dem Bergbau und veraltete Infrastrukturen der Wasserver- und -entsorgung führten in den letzten Jahren in vielen Regionen zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensbedingungen für die Bevölkerung und zu einem sich beschleunigenden Verlust aquatischer Ökosysteme. Zudem ist die gesellschaftliche Entwicklung des Landes in praktisch allen Lebensbereichen durch den tiefgreifenden politischen Wandel von einem vormals sozialistisch-planwirtschaftlichen in ein demokratisch-marktwirtschaftliches System gekennzeichnet. Untersuchungen im Einzugsgebiet des Kharaa sollen diese Probleme exemplarisch in ihrer wechselseitigen Verflechtung analysieren, um auf dieser Basis integrierte Systemlösungen zu entwickeln und umzusetzen.


  • Problemfeld 1: Rückläufiges Wasserdargebot im Kontext des globalen Wandels
  • Problemfeld 2: Wasserbelastung durch menschliche Eingriffe
  • Problemfeld 3: Unzureichende Versorgungsinfrastruktur in urbanen und ländlichen Räumen

  • Problemfeld 4: Gesetzliche Grundlagen und funktionierende Institutionen

Der inter- und transdisziplinäre Ansatz spiegelt sich in der Projektstruktur wider: Im Rahmen von drei Themenmodulen werden vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und abgesicherte fachliche Grundlagen in den Bereichen Hydrologie & Landnutzung (TM 1), Aquatische Ökologie & ökologische Qualität (TM 2) sowie Integriertes Urbanes Wassermanagement (TM 3) erarbeitet. Drei Querschnittsmodule widmen sich den Aspekten Monitoring/Daten/Modellierung (QM 1), Stoffflüsse und Massengleichgewichte (QM 2) sowie Capacity Development und Umweltinformation (QM 3). Alle Arbeiten finden in enger Kooperation mit mongolischen Partnern in Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und der Öffentlichkeit statt.

Das BDZ ist mit folgenden Aufgaben in das Projekt integriert:

  • Entwicklung und Umsetzung eines Capacity Development Programmes, bestehend aus zwei Teilprojekten: Konzeptionierung und Durchführung eines Bildungsprogrammes für Grundschullehrer (http://www.waterfunforlife.de/) sowie eines Trainingsprogrammes „Dezentrale Abwassertechnologien“ für Fachleute und Experten
  • Erarbeitung eines „Situationsreportes“ zur Bewertung der Zusammensetzung des Abwassers von Kläranlagen im Einzugsgebiet Khaara mit Handlungsempfehlungen zur Aufwertung bzw. Verbesserung der Situation vor Ort.

Ergebnisse