Projektförderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kooperationspartner:

  • UFZ-Helmholtz Center for Environmental Research (Deutschland) (Projektleitung: Dr. Roland Müller)
  • Al-Balqua Applied University (Jordanien)
  • ATB Environmental Technologies (Deutschland)
  • BDZ-Training and Demonstration Centre for Decentralized Wastewater Treatment (Deutschland)
  • Eco-Consult (Jordanien)
  • Hans Huber AG (Deutschland)
  • Mekorot (Israel)
  • Ministry of Water and Irrigation (Jordanien)
  • Palestinian Hydrology Group (Palästina)
  • University of Karlsruhe (Deutschland)

Standort

Israel, Jordanien

Laufzeit

01.09.2006 - 30.06.2009

Zielsetzung des Vorhabens

Entwicklung eines anwendbaren Instruments für ein integriertes Wasserressourcen Management im „Lower Jordan Rift Valley“. Das multidisziplinäre SMART-Projekt besteht aus 

 

21 Partnern aus Universitäten, Forschungsinstituten, nichtstaatlichen Organisationen und Unternehmen aus Deutschland, Israel, Jordanien und Palästina.

Arbeitsschritte und angewandte Methoden

Die Projektregion ist das transnationale „Lower Jordan Rift Valley“ in Jordanien, Palästina und Israel. Die Wasserressourcen dieser Region sind nahezu vollständig verteilt und die Verfügbarkeit des Wassers ist unzureichend, um den stetig steigenden Bedarf zu decken. Daher erfordert die Entwicklung eines umfassenden integrierten Management- und Nutzungsansatzes die Einbeziehung aller Wasservorkommen, einschließlich der Wiedernutzung behandelter Abwässer.

Die Implementierung dezentraler Abwassermanagement-Konzepte kann einen wichtigen Beitrag zur Schaffung nachhaltiger Systemlösungen in der Wasserwirtschaft Jordaniens leisten. Der Umfang dieses Beitrags ist jedoch stark von den technischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Rahmenbedingungen des jeweiligen Implementierungsumfelds abhängig.

Ergebnisse

Eine wesentliche Komponente des SMART-Projektes besteht daher in der Adaptation dezentraler Abwasserbehandlungstechnologien an die lokalen Erfordernisse. Dazu wird in Amman ein Demonstrationsstandort mit einem „Ausstellungsbereich“ geschaffen, an dem die wesentlichen dezentralen Technologien und mögliche Wiedernutzungskonzepte vorgestellt und optimiert werden. Über Schulungen sollen sowohl Entscheidungsträger als auch potentielle Nutzer der neuen Technologien über rechtliche Rahmenbedingungen, Einsatz- und Finanzierungsmöglichkeiten sowie technische Fragestellungen informiert werden. 

Neue technische Lösungen werden trotz ihrer Vorteile häufig von den Nutzern weder akzeptiert, noch richtig eingesetzt. Die Implementierung der dezentralen Abwassertechnologien ist daher nicht nur von naturwissenschaftlichen und technischen Faktoren abhängig, sondern auch von sozialen, politischen und ökonomischen Variablen. Daher entwickelt das BDZ für ausgewählte Standorte Betreibermodelle für die dezentrale Abwasserbehandlung. Begleitend werden auch sozioökonomische Untersuchungen durchgeführt, die neben den technischen, politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen auch lokale soziale Strukturen sowie die Zahlungsbereitwilligkeit der potentiellen Nutzer mitberücksichtigt.

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