Projektförderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kooperationspartner:

  • UFZ-Helmholtz Center for Environmental Research (Deutschland) (Projektleitung: Dr. Roland Müller)
  • Al-Balqua Applied University (Jordanien)
  • ATB Environmental Technologies (Deutschland)
  • BDZ-Training and Demonstration Centre for Decentralized Wastewater Treatment (Deutschland)
  • Eco-Consult (Jordanien)
  • Hans Huber AG (Deutschland)
  • Mekorot (Israel)
  • Ministry of Water and Irrigation (Jordanien)
  • Palestinian Hydrology Group (Palästina)
  • University of Karlsruhe (Deutschland)

Standort

Israel, Jordanien, Palästina

Laufzeit

01.03.2010 - 30.06.2014

Zielsetzung des Vorhabens

Entwicklung eines integrierten, anwendbaren Instrumentes für das nachhaltige Management der Wasserressourcen im Unteren 

Jordantal/ Jordanien - Israel - Palästina mit dem Ziel, die Wasserversorgung zu verbessern und somit der erhöhten Wassernachfrage gerecht zu werden.

Arbeitsschritte und angewandte Methoden

Mit der Zunahme wirtschaftlicher Tätigkeit nimmt auch die Wassernachfrage zu. Derzeit sind die Wasserressourcen in der Projektregion Unteres Jordantal/ Jordanien - Israel - Palästina nahezu vollständig verteilt und die regionale Wasserverfügbarkeit reicht nicht aus, um der stetig steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Dies hat zur Verschlechterung der Wasserqualität sowie einer Übernutzung von Oberflächengewässern und der Grundwasserressourcen und damit zur Gefährdung sowohl der Umwelt als auch der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit dieser Region geführt.
Nachhaltiges Wassermanagement wird ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit sicherstellen. Dementsprechend berücksichtigt das SMART- Projekt die Entwicklung innovativer Technologien, die Wirtschaftlichkeit sowie das Problem der sozialen Gerechtigkeit dieser Region. Der integrierte Management- und Nutzungsansatz bezieht dabei alle verfügbaren Wasservorkommen mit ein, einschließlich die Wiederverwendung behandelter Abwässer.

Das BDZ ist in Zusammenarbeit mit dem UFZ (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) mit zwei Arbeitsschwerpunkten in das Projekt integriert:

Der erste Arbeitsschwerpunkt umfasst die Entwicklung operativer und finanzieller Modelle für dezentrale Abwasserbehandlungslösungen in Jordanien basierend auf dem Geography Information System (GIS) für die Festlegung der optimalen Einheitenanzahl, notwendigen Abwasserbehandlungskapazitäten und Technologien. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werden die notwendigen Investitionen zur Verbesserung der Wasserquantität (Maximierung der Grundwasserneubildung) und Wasserqualität (Bewässerung für die Landwirtschaft) durch dezentrale Abwasserbehandlungslösungen geprüft. Eine ökonomische Aus- und Bewertung des Vorschlags wird die Wirtschaftlichkeit dieses Projektes zeigen sowie die wichtigsten wirtschaftlichen Indikatoren für die Finanzierung zukünftiger Projekte zur Verfügung stellen.

Im zweiten Arbeitsschwerpunkt ist ein Fortbildungsprogramm für Grundschullehrer sowie deren Schüler (5./ 6. Klasse) entwickelt worden. Das Programm mit dem Titel „Water Fun – hands, minds and hearts on Water for Life“ soll das Bewusstsein von Lehrern und Schülern der genannten Region für die nachhaltige Wasserwirtschaft schärfen sowie Akzeptanz für die kontrollierte Verwendung behandelten Abwassers schaffen.

Inhalt und Konzept des Fortbildungsprogramms werden kontinuierlich ergänzt und angepasst. Das pädagogische Konzept orientiert sich an den Anforderungen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

In den Jahren 2011 und 2012 nahmen in Jordanien 54 Grundschullehrer und in Palästina 6 Trainer (Multiplikatoren, die wiederum 64 palästinensische Grundschullehrer fortgebildet haben) an der Fortbildung teil.
Insbesondere in Jordanien bilden die ehemaligen Workshopteilnehmer sich untereinander fort und bieten Water Fun Workshops für interessierte Lehrerkollegien an; darüber hinaus führen sie das Projekt in ihren Schulklassen durch.

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